KIT SC eSports auf der CXT 21: Code Red

07. Mai 2017 von Nico

Unter dem Projektnamen „In corpore gamor est?“ leisteten wir dieses Wochenende unseren Beitrag zu #GamerSindGainer, einer von Leipzig eSports ins Leben gerufenen Kampagne zur Gesundheit von Gamern. Wir wollen dabei mit einer wissenschaftlichen Studie herausfinden, ob sich die Körperzusammensetzung eines typischen Gamers von der des Durchschnittsbürgers unterscheidet. Leben Gamer wirklich so ungesund wie es der Volksmund behauptet?
Als Methode zur Erfassung der Körperzusammensetzung entschieden wir uns für die bioelektrische Impedanzanalyse (BIA), mit deren Hilfe wir Informationen zu den Körperbestandteilen wie Fettprozentsatz, Fettmasse, Muskelmasse, Qualität der Muskelmasse und extra- sowie intrazellulärer Wassermenge sammeln können. Das Gerät ist mobil und die Durchführung dauert nur zwischen 5 und 10 Minuten pro Proband.

Um an eine große Menge typischer Gamer zu kommen, erlaubten uns die Kollegen des Computerfreunde Karlsdorf-Neuthard e.V. auf ihrer 400 Mann und Frau starken Lanparty „CXT 21: Code Red“ einen Stand mit unserer BIA zu eröffnen. Dieses Wochenende war es dann so weit und in zwei harten 12 Stunden Schichten testeten und berieten wir insgesamt 79 interessierte LAN Besucher auf der CXT 21. Um sicherzustellen, dass die Ergebnisse nicht verzerrt sind, testeten wir neben freiwilligen Teilnehmern und Teilnehmerinnen auch eine 15 Personen starke Zufallsstichprobe, die wir randomisiert aus dem Sitzplan der LAN bestimmten. Außerdem wurde bei zehn Personen eine 24h Mehrfachmessung durchgeführt, bei der wir Auswirkungen des typischen LAN-Verhaltens auf die Körperzusammensetzung und insbesondere den Wasserhaushalt verschiedener Körpersegmente untersuchten.
Um unsere Ergebnisse mit dem Durchschnittsbürger zu vergleichen, nutzen wir die Daten der MoMo Studie und des Projekts „Gesundheit zum Mitmachen“. In diesen Studien wurden mit dem identischen BIA-Gerät repräsentative Daten zur Körperzusammensetzung in ganz Deutschland gesammelt.

Die Daten werden in den kommenden Wochen in Form einer Examensarbeit am Institut für Sport und Sportwissenschaft (IfSS) des KIT ausgewertet. Erste Hochrechnungen vor Ort ergaben jedoch bereits interessante Ergebnisse, die das vorherrschende Bild des typischen Gamers entschieden in Frage stellen.
Zusammengefasst war das Projekt jetzt schon ein voller Erfolg. Wir blicken auf zwei anstrengende Tage zurück, in denen wir viele interessante Gespräche zum Thema Gaming, Gesundheit und eSports geführt haben. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der CXT, beim Computerfreunde Karlsdorf-Neuthard e.V. und beim IfSS für das Ermöglichen dieser Studie und berichten, sobald die Auswertungen der Daten vorliegen.

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